Weinbausoftware für Baden
Kein anderes deutsches Gebiet zieht sich über so viele Kilometer und so verschiedene Böden — vom Taubertal bis zum Bodensee. Wer hier mehrere Lagen bewirtschaftet, hat es faktisch mit mehreren Kleinklimaten zu tun, und ein einziger Wetterwert für „die Region“ hilft ihm nicht.
Zuständige Stelle
Weinbaukartei und Weinmarktverwaltung laufen in Baden über die Regierungspräsidien; das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg führt die Formulare.
www.wbi-bw.de →Betriebsstruktur
Wer die gesamte Ernte als Trauben oder Most an eine Winzergenossenschaft abliefert — hier häufig —, ist nach § 29 Abs. 2 Wein-Überwachungsverordnung von der Erntemeldung befreit; Schlagkartei und Pflanzenschutzaufzeichnung bleiben Pflicht. Der Aufwand liegt weniger im Keller als im Weinberg; die Software darf keinen Kellerbereich aufdrängen, der leer bleibt.
Rebsorten
Baden ist Burgunderland: Spätburgunder auf 5.029 Hektar, Weißburgunder auf 1.660. Auffällig ist die Offenheit für pilzwiderstandsfähige Sorten — Souvignier Gris steht hier auf 123 Hektar und damit auf der größten Fläche bundesweit. Wer solche Sorten anbaut, spritzt seltener und dokumentiert entsprechend anders.
Unser Bezug zum Gebiet
Mit eigenen Wetterstationen ist Baden der interessanteste Fall: Bei dieser Nord-Süd-Ausdehnung sagt ein Regionalwert wenig, ein Messwert aus der eigenen Lage viel. Genau dafür sind die Stationen gebaut.
Fristen und Nachbargebiete
Die einheitlichen Meldefristen — Bestandsmeldung, Traubenernte- und Weinerzeugungsmeldung, Weinfonds, Vollständigkeitserklärung — stehen mit Grundlage und zuständiger Quelle im Meldefristenkalender. Von dort gibt es auch die ICS-Datei für den eigenen Kalender.
Wie VINORUM aus der Ernte in Ihrer Region alle Meldungen und Pflichten dieses Gebiets erzeugt, zeigt der Rundgang durch das System.
Quelle: Deutsches Weininstitut — Die 13 Anbaugebiete im Profil
