Weinbausoftware nach Anbaugebiet.
Was ein Betrieb braucht, hängt auch davon ab, wo er steht: andere zuständige Stelle, andere Betriebsgrößen, andere Sorten. Für Deutschland und Österreich steht hier die zuständige Stelle mit Quelle; für die übrigen europäischen Weinländer Landeskunde ohne Meldewesen — weil wir es dort nicht belegen können.
Deutschland
Rheinhessen
Das größte deutsche Anbaugebiet: 27.499 Hektar, ein Viertel der gesamten deutschen Rebfläche, mit Riesling und Grauburgunder an der Spitze.
Pfalz
23.793 Hektar, davon 5.954 Riesling — das weltweit größte Riesling-Anbaugebiet und zugleich Deutschlands größtes Rotweingebiet.
Baden
15.679 Hektar Burgunderlandschaft: 5.029 Hektar Spätburgunder, 1.660 Hektar Weißburgunder — und über 400 Kilometer Nord-Süd-Ausdehnung.
Württemberg
11.392 Hektar mit 64 Prozent Rotwein — Trollinger auf 1.855, Lemberger auf 1.757 Hektar.
Mosel
8.536 Hektar, davon 5.330 Riesling, 91 Prozent weiße Sorten — und das größte Steillagengebiet der Welt.
Franken
6.173 Hektar zwischen Aschaffenburg und Bamberg, 1.563 Hektar Silvaner, 83 Prozent Weißwein — und rund 3.700 Betriebe.
Nahe
4.250 Hektar mit ungewöhnlich breiter Sortenpalette: 1.244 Hektar Riesling, 1.158 Hektar Burgundersorten, 75 Prozent Weißwein.
Rheingau
3.207 Hektar, davon 2.441 Riesling — mit 76 Prozent der höchste Rieslinganteil aller deutschen Anbaugebiete.
Saale-Unstrut
853 Hektar am 51. Breitengrad — eines der nördlichsten Anbaugebiete Europas, mit seit 1990 mehr als verdoppelter Fläche.
Ahr
531 Hektar mit 79 Prozent roten Trauben — der höchste Rotweinanteil aller deutschen Anbaugebiete, davon 342 Hektar Spätburgunder.
Sachsen
522 Hektar entlang der Elbe — das östlichste deutsche Anbaugebiet, in dem der Klimawandel besonders deutlich messbar ist.
Hessische Bergstraße
461 Hektar — das kleinste deutsche Anbaugebiet, überwiegend Weißwein, mit 164 Hektar Riesling.
Mittelrhein
460 Hektar im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, zu zwei Dritteln Riesling.
Österreich
Weitere Weinländer Europas
Frankreich
Bordeaux, Burgund, Champagne, Rhône, Loire, Elsass — und ein Herkunftsrecht, das fast jede Etikettenangabe an eine Appellation bindet.
Italien
Piemont, Toskana, Venetien, Südtirol, Sizilien — die Herkunftsbezeichnungen binden Sorte, Ertrag und Ausbau an das Gebiet.
Spanien
Rioja, Ribera del Duero, Priorat, Rías Baixas, La Mancha — Herkunft und Reifestufe ordnen den Markt.
Portugal
Douro, Vinho Verde, Alentejo, Dão, Madeira — viele eigene Sorten und eine alte Gebietsordnung.
Schweiz
Wallis, Waadt, Genf, Neuenburg, Tessin und die Deutschschweiz — kleine Flächen, viel Direktverkauf, kantonale Zuständigkeit.
Griechenland
Nemea, Naoussa, Santorin, Mantinia — alte Sorten, die außerhalb des Landes kaum jemand führt.
Ungarn
Tokaj, Villány, Eger, Somló — eigene Sorten und eine Süßweintradition, die es so nirgends sonst gibt.
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